Ertrinkender Schmetterling 

Eigentlich nicht.Eigentlich übersetze ich meine Texte nicht. 

Warum dieses Stück?

Weil ich wieder an diesen Schmetterling denke … 

Ich schreibe es so, wie ich es auf Deutsch fühle … 

Auf den Felsen sitzend, höre ich dem Meer zu.

Alleine am Schreiben, ein Blatt Papier, einen Füller … 

Gedanken über mein Leben, meinen weg. 

Um wo anzukommen? Hier? … 

Ankommen? …  

Vielleicht sollte ich gehen. 

Hier, aufgeben … 

Das Meer ist genau vor mir, 

ein bisschen Wind, die Wellen.

Das Wasser Pechschwarz, 

sehr tief hier … 

Das Meer war so ruhig, 

als ich hier ankam … 

Wie ein Spiegel, 

und ich setz mich genau gegenüber … 

Vielleicht sind es ja meine Gedanken, 

die es so stürmisch machen … 

Denn immer stärker, 

schlagen die Wellen gegen die Felsen … 

Einige Tropfen fallen auf mein Papier während dem schreiben, 

die Tinte, verläuft sofort … 

Ich blicke nach vorne und merke, 

dass ich doch sehr nah am Ende der Klippen sitze.

Ich mach eine Pause vom Schreiben und schaue den Wellen zu. 

Nehme mir eine Zigarette, zünde sie an 

und höre einfach hin … 

Lasse meinen Blick frei schweben 

und auf einmal kommst du … 

Ein schöner Schmetterling fliegt fast gegen meinen Kopf.

‘Du fliegst aber betrunken,

oder vielleicht doch wegen dem Winde‘,

denke ich so für mich … 

Folge dem Schmetterling mit meinem Blick. 

Das Ende der Klippen, 

sah dieser nicht. 

Der Schmetterling fliegt jetzt 

ganz dicht über das Meer. 

Vielleicht betrunken, 

Vielleicht hat der Wind sie entführt.

‘Du bist viel zu nah am Wasser, 

flieg wieder zurück! ‘, 

ruf ich ihr zu doch sie hört mich nicht, 

sie kämpft … 

Sie scheint Schwierigkeiten zu haben, 

mit dem Wind. 

Die Wellen, 

ganz dicht an ihr dran. 

Doch dann geschieht es, 

ganz leicht … 

Vielleicht war es nur ein Tropfen, 

und sie fällt … 

Nicht mal fünf Meter, 

direkt vor mir … 

Tiefschwarzes Wasser, 

und sie … 

Es könnte auch ein Kind sein, ein Hund … 

Ich verlier keine Sekunde

und spring … 

Hab keine Angst vorm Meer, 

ich kann ja schwimmen … 

Sie hat ja gekämpft, 

ums Überleben. 

Ich wäre wohl auch gesprungen, 

wäre sie nicht vorbeigeflogen … 

Und das kalte Wasser, 

reißt mich raus aus meinen Gedanken. 

Es zieht mich direkt nach unten, 

bin noch zu nah an den Klippen.

Ich atme tief ein, 

tauch erstmal nach unten. 

Sehe kaum was, alles verschwommen, alles so dunkel. 

Einfach mal grob in eine Richtung, weg von den Felsen.

Ich tauch wieder auf und atme, 

schaue, ob sie noch da ist während mir die Wellen ins Gesicht schlagen. 

So wild, sah es gar nicht aus … 

Und wieder höre ich meine Gedanken … 

Unter mir Schwarz und vor mir die Klippen. 

Ich könnte mich jetzt umdrehen, 

und einfach schwimmen … 

Bis ich müde werde, 

und dann … 

Tauchst du wieder auf, reißt mich aus meinen Gedanken … 

Der Schmetterling, dich hätte ich ja fast vergessen … 

Ich nehme sie ihn die Hand und hebe diese aus dem Wasser. 

Ich weiß sehr wohl das man Schmetterlinge nicht anfassen darf, bitte verzeih mir. 

Während ich mit einem Arm aus dem Wasser zurück Richtung Felsen schwimme, 

fällt mir ein, dass es vielleicht besser wäre bis zu einem Strand zu schwimmen, 

da ich nur eine Hand frei habe, zum rausklettern. 

Doch ich weiß nicht, wie lange der Schmetterling noch durchhält, 

also muss ich da durch jetzt und schwimme weiter Richtung Felsen.

Die Wellen werden wieder höher und ich versuche zu warten, 

muss ja genau planen, wo ich dagegen knalle … 

Irgendwo, wo ich vielleicht gleich halt finde … 

Ich versuche es, 

und bin schneller draußen wie ich dachte … 

Irgendwie blute ich am ganzen Körper aber Schmerzen habe ich keine. 

Sind wohl nur Kratzer, paar kleinere Schrammen. 

Ich öffne ganz langsam meine Handfläche, 

wie sie daliegt, 

ganz nass … 

Ein Schmetterling darf doch nicht schwimmen, 

jetzt kannst du auch das … 

Ich kann nicht fliegen, 

vielleicht gibt sie mir einen Hinweis, 

falls mich mal der Wind entführt … 

Ich legte sie auf die Blüte einer wunderschönen Blume, 

so kann sie in Ruhe trocknen und dann wieder fliegen … 

Und beim Heim gehen stellte sich mir eine Frage … 

Wer hat hier eigentlich wem geholfen … 
Vincenzo Dei Leoni 

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